Entscheidungsprozesse bewusst gestalten

Als „Spezialisten für Entscheidungsfragen“ waren MP-Geschäftsführer Alexander Vogl und MP-Berater Stefan Borst zum Netzwerkabend der 360AKADEMIE in Stuttgart eingeladen.

Die 360AKADEMIE ist eine Kooperation der Unternehmen Elektroplan mbH, Ingenieurgesellschaft Hetzel mbH & Co. KG und Kubus360 GmbH. Zielsetzung der 360AKADEMIE ist es, den insgesamt rund 100 Mitarbeitern sowie Kunden und Geschäftspartnern und externen Teilnehmern eine Plattform für die Weiterbildung in allen Lebenszyklusphasen der Immobilie zur Verfügung zu stellen.

Der gesamte Planungs- und Bauprozess und nicht zuletzt der Betrieb einer Immobilie ist über einen Zeitraum von vielen Jahren ein kontinuierlicher Prozess mit zahlreichen aufeinander aufbauenden Einzelentscheidungen. Zwar geht es bei Bauvorhaben grundsätzlich darum, langfristig und nachhaltig zu denken, da die äußeren Faktoren aber immer volatiler werden, muss kurzfristig gedacht werden, um immer wieder neu abwägen zu können. Entscheiden wird damit zur Kernkompetenz.

Nicht nur beim Planen und Bauen – auch im Management von Unternehmen und Organisatoren ist diese Veränderung des Strategieverständnisses zu beobachten: Entscheidend ist, so Alexander Vogl, die unternehmerische Ambition im Sinne eines Zielbildes zu klären. Ein Wertesystem schafft die nötigen Leitplanken, um nicht vom Weg abzukommen, auch wenn dieser nicht immer geradeaus führt. Dabei gewinnen weiche Faktoren immer mehr an Bedeutung: Unterwegs gilt es, sich Spielräume zu erhalten und mit allen Sinnen wachsam zu bleiben für Fakten, leise Signale und Stimmungen. Diese Fähigkeit zeichnet agile Organisationen aus.

Entscheidung als Teil eines Prozesses betrachten

Eine Entscheidung kann nie auf einen bestimmten Zeitpunkt reduziert betrachtet werden. Selbst wenn manchmal eine Entscheidung innerhalb von Sekunden gefordert wird, ist sie immer Teil eines Prozesses. Es gibt ein Motiv, eine Notwendigkeit dafür. Ihr geht ein Vordenken voraus, und meist folgt eine konkrete Handlung, die die Entscheidung untermauert. „Zukunftsfähige Entscheidungen müssten in diesem Bewusstsein getroffen werden“, so Alexander Vogl, „wir sprechen von Entscheidungssituationen“, da es um den ganzen Prozess des Entscheidens geht.

Ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist, zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Es lohnt sich daher, so Stefan Borst, die Chancen und Gefahren, die sich mit jeder neuen Entscheidung eröffnen, genau zu betrachten.

Dabei kommt es nicht auf die Entscheider allein an, sondern auf alle! Auch die Vorbereiter und die Beobachter von Entscheidungen, wie etwa die Belegschaft oder auch die Presse, sind wichtig. Gerade in Arbeitsteams oder anderen Organisationen geht es deshalb nicht nur um Fakten. Zahlen allein können und müssen die Wirtschaftlichkeit lediglich rechnerisch aufzeigen, in wie weit sie die Akzeptanz eines Vorhabens widerspiegeln können, ist eine andere Frage. Ohne Akzeptanz entstehen mittel- und langfristig neue Kosten. Entscheidend dafür ist es, Betroffene zu Beteiligten zu machen.

In diesem Sinne wurden die Teilnehmer bereits an diesem Abend zu Akteuren: Jeder der knapp 100 Teilnehmer wurde selbst zum Netzwerker. Das zeigte sich auch im ungewohnten Setting: Statt klassischer Bestuhlung fanden sich die Gäste auf einem Papphocker wieder. Dieser diente als Sitzgelegenheit und Arbeitsunterlage gleichermaßen und begleitete die Teilnehmer auf ihrem Weg durch die verschiedenen Dialog-Stationen. Dabei erfuhren die Teilnehmer ganz konkret, worauf es beim Entscheiden in Zukunft ankommt. Anhand von Leitfragen konnten sie im Dialog an eigenen Entscheidungsfällen arbeiten oder vergangene Entscheidungssituationen reflektieren.

Sie möchten sich dem Thema „Entscheiden“ auch einmal auf unkonventionelle Weise nähern? Und Ihre Entscheidungsprozesse optimieren? Sprechen Sie mit Stefan Borst: 0711 7683-0 oder sbo@management-partner.de oder lassen Sie sich von Ute Engel über das umfassende Angebot der MP- Entscheider-Akademie beraten.

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